Manufaktur
Wie schädlich ist Wasser?
Es ist an dieser Stelle sicher nicht Raum für einen umfasÂsenden Diskurs, es ist uns aber wichtig, dieses Thema hier kurz anzusprechen:
Die NCM Manufaktur setzt bei der Entwicklung von Mörteln bevorzugt auf einen hydroÂphilen Ansatz. Zwar gibt es durchaus legitime Gründe für den Einsatz hydroÂphober Mörtel im Bauwesen, jedoch treten diese in der Praxis vergleichsÂweise selten auf.
Im europäiÂschen Bauwesen entwiÂckelte sich eine ungezüÂgelte und teils auch unkriÂtische Verbreitung und Anwendung hydroÂphober Baustoffe und Mörtel. Diese Entwicklung basiert auf dem irrtümÂlichen Glauben, dass Materialien, die kein Wasser aufnehmen, auch keinen Schaden nehmen können.
Ein dabei unterÂschätztes Problem ist jedoch, dass Wasser, das nicht eindringen kann, in vielen SituaÂtionen auch nicht mehr entweichen kann.

In solchen Fällen wird reflexÂartig auf eine vermeintlich ausreiÂchend hohe WasserÂdampfÂdurchÂläsÂsigkeit (sd-Wert) verwiesen. Ignoriert wird dabei gern, das sich beim FeuchÂteÂtransport im Baustoff der AggreÂgatÂzuÂstand des Wassers – gasförmig oder flüssig – nicht nach dem WunschÂdenken des ProduktÂherÂstellers richtet, sondern den Gesetzen der Physik folgt.
Was kann daraus für die Praxis abgeleitet werden?
Die unsenÂsible, unkriÂtische Anwendung hydroÂphober Baustoffe führt vielerorts zu Problemen, da die bauphyÂsiÂkaÂliÂschen GesetzÂmäÂßigÂkeiten zu komplex sind, um diesen physiÂkaÂliÂschen Eingriff in die strukÂtuÂrelle Integrität mineraÂliÂscher Baustoffe uneinÂgeÂschränkt beherrÂschen zu können.

Für uns bei der NCM gibt es selbstÂverÂständlich keinen Grund, generell jeden hydroÂphoben Baustoff abzulehnen. Wir sind aber der Meinung, dass überall dort auf HydroÂphobie verzichtet werden sollte, wo dies zugunsten des natürÂlichen FeuchÂteÂausÂgleichs in mineraÂliÂschen Baustoffen sinnvoll ist.
Als LösungsÂansatz bieten wir als Manufaktur neben der indiviÂduÂellen Betrachtung jeder gegebenen baulichen Situation die gezielte Abstimmung eines NCM-ObjektÂmörtels auf die speziÂfiÂschen ErforÂderÂnisse des von Ihnen zu bearbeiÂtenden Baukörpers.